Kommunal- & Nachhaltigkeitsberatung

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Energiewende Oberland

 

Im Rahmen des Vorhabens „SmartEnergy Region Oberland“ soll die dezentrale Energieversorgung im Oberland in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach und Weilheim-Schongau durch intelligente Maßnahmen und Nutzung der erneuerbaren Energien ausgebaut werden. Durch die Maßnahmen sollen eine zuverlässige, wirtschaftliche und klimafreundliche Energieversorgung sichergestellt, die Wertschöpfung im Oberland erhöht und zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und schließlich die Zukunftsfähigkeit der Region gesichert werden.

Zur Planung und Umsetzung von Maßnahmen wird ein integrierter, ganzheitlicher Ansatz entwickelt, der alle energieverbrauchenden Sektoren (Privathaushalte, Industrie, Mobilität) umfasst und gleichzeitig die Erzeugung und Verbrauch von Energie intelligent miteinander vernetzt. Dieser Ansatz wird durch die Kreistage und Landräte der drei Landkreise unterstützt und baut auf umfangreichen Vorarbeiten auf, die in den letzten Jahren durch die Bürgerstiftung „Energiewende Oberland“ erbracht wurden. Die im Rahmen von „SmartEnergy Region Oberland“ geplanten Arbeiten werden in vier eng miteinander vernetzten Projektbereichen durchgeführt, in denen

  • die Energieeffizienz durch intelligentes Systemmanagement und durch neue Technologien gesteigert
  • die vorhandenen Potenziale an Erneuerbaren Energien in der Region umweltfreundlich ausgeschöpft,
  • die Stromverteilung durch ein intelligentes Netz und Einsatz innovativer Energiespeicherung als Systemplattform optimiert und
  • die nachhaltige CO2-neutrale Mobilität durch technische Maßnahmen, Verhaltensänderungen und erneuerbare Energieträger erreicht werden soll.

Die Projektbereiche werden durch querschnittsorientierte Vorhaben unterstützt, in denen numerische computergestützte Simulationsmodelle entwickelt, intelligente und an die Erfordernisse angepasste Finanzierungskonzepte ausgearbeitet und bereitgestellt sowie Bildungsprogramme im Rahmen einer zu gründenden „Akademie Oberland“ durchgeführt werden.

Mit Hilfe dieses systemorientierten Ansatzes wird die bisher generell verfolgte Praxis der Umsetzung von Maßnahmen in Form von Einzellösungen (Insellösungen) durchbrochen und ein neuer Weg hin zu Systemlösungen beschritten, die gemeinsam durch die Bürger/-innen, die politischen Entscheidungsträger und Unternehmen umgesetzt werden. Damit verlässt „SmartEnergy Region Oberland“ die ausgetretenen energiepolitischen Pfade und leistet eine innovative Ergänzung zu dem von der Bayerischen Staatsregierung im Mai 2011 beschlossenen Energiekonzept „Energie innovativ“.
Getragen wird das Vorhaben „SmartEnergy Region Oberland“ von einer Interessengemeinschaft, die den ganzheitlichen systemischen Ansatz des Vorhabens zur dezentralen, intelligenten Energie- und Stromversorgung im Oberland durch die Bereitstellung von Finanzmitteln unterstützt und/oder an der Umsetzung von Teilprojekten aktiv beteiligt ist. Zu der Interessengemeinschaft zählen derzeit die drei Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach und Weilheim-Schongau, einige regionale Stadt- bzw. Gemeindewerke, mehrere große Industrieunternehmen, die regionalen Sparkassen und Raiffeisenbanken, Forschungseinrichtungen, einige Kommunen und natürlich die Bürgerstiftung „Energiewende Oberland“, welche das Vorhaben initiiert hat. Die Interessengemeinschaft ist offen für weitere interessierte Firmen, Vereine und Körperschaften des öffentlichen Rechts.

Eine zentrale Rolle im Vorhaben „SmartEnergy Region Oberland“ spielt der Steuerungskreis, dem führende Mitglieder der Interessengemeinschaft angehören und die Aufgabe hat, die Kommunikation und Kooperation zwischen den Partnern zu stärken und die Leitprojekte festzulegen, die dann in Kooperation mit den Bürger/-innen, den Kommunen und in der Region angesiedelten Unternehmen, Beratungsbüros und Betrieben durchgeführt werden. Letztendlich sollen „Bürgerkraftwerke“ entstehen, an denen die Bürger/-innen direkt beteiligt sind.

Das Pilotvorhaben „SmartEnergy Region Oberland“ wird von einer Interessengemeinschaft getragen, die den ganzheitlichen systemischen Ansatz zur dezentralen, intelligenten Energie- und Stromversorgung im Oberland finanziell unterstützt und aktiv an der Umsetzung des Vorhabens und seiner Teilprojekte beteiligt ist. Zu der Interessengemeinschaft zählen derzeit die drei Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach und Weilheim-Schongau, einige regionale Stadt- bzw. Gemeindewerke, mehrere große Industrieunternehmen, die regionalen Sparkassen und Raiffeisenbanken, Forschungseinrichtungen, einige Kommunen und natürlich die Bürgerstiftung „Energiewende Oberland“. Nachfolgend sind die derzeit registrierten Mitglieder der Interessengemeinschaft alphabetisch aufgeführt:

  • AUDI AG
  • BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH
  • Bürgerstiftung „Energiewende Oberland“
  • E.ON Bayern AG
  • emobility2go
  • ESB Energie Südbayern GmbH
  • Erdwärme Bayern
  • GE Global Research
  • Gemeinde Böbing
  • GE Energy Germany
  • Raiffeisenbank im Oberland eG
  • Raiffeisenbank Beuerberg-Eurasburg eG
  • SolarFuel GmbH
  • SP Group - Kommunal- und Nachhaltigkeitsberatung
  • Sparkassen Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach-Tegernsee, Weilheim, Schongau
  • Stadt Penzberg
  • Stadtwerke Bad Tölz GmbH
  • Stadtwerke Penzberg

Mit diesem Ansatz nimmt das Vorhaben „SmartEnergy Region Oberland“ ein Alleinstellungsmerkmal ein, indem es
einem Systemansatz zur Strom- und Energieversorgung (Effizienzsteigerung, Nutzung von Erneuerbaren Energien etc.) folgt, 

  • die nationalen bzw. länderspezifischen Vorgaben und die Kriterien der Nachhaltigkeit berücksichtigt, 
  • die bestehende Infrastruktur im Bereich der Energieversorgung nutzt, 
  • die Entwicklung und den Einsatz neuer Technologien z. B. in den Bereichen Methanisierung, Smart Grid und Smart Home fördert und nutzt, 
    gemeinsam von Partnern aus der Industrie, der Forschung und den Kommunen getragen wird, 
  • die Bürger/-innen von Beginn an durch Veranstaltungen unmittelbar in die Planung einbindet (Partizipation) und  die geplanten Maßnahmen in Form von Bürgerkraftwerken durchgeführt werden, an denen sich die Kommunen, Bürger/-innen und regionalen Stadt- und Gemeindewerke direkt beteiligen können.

Dieser ganzheitliche Systemansatz entspricht den Anliegen der Bürger/-innen sowie den regionalpolitischen und gesamtpolitischen Interessen. Das Vorhaben „SmartEnergy Region Oberland“ ist damit ein Pilotprojekt, das mit den entsprechenden Anpassungen auf andere Regionen in Bayern, Deutschland und weltweit übertragen werden und sich darüber hinaus zu einem Exportschlager entwickeln kann.

 

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